Februar ist Lammzeit
Bayern
Ich lebe mit meinem Mann auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen. Wir züchten Coburger Fuchsschafe im Herdbuch. Derzeit halten wir 9 Muttertiere über das Jahr sind es immer ca 20 Tiere. Es handelt sich um eine bedrohte, alte Landschafrasse. Wir haben zwei Katzen, Hühner und Laufenten.
Während der Wintermonate sind die Muttertiere bei uns am Hof im Stall. Für gewöhnlich versorge ich morgens die Tiere im Stall mit frischem Heu und Wasser und miste. Das dauert meist so eine Stunde. Die Böcke werden in einer eigenen Herde gehalten, auch diese müssen mit Heu und Wasser versorgt werden.
Im Februar ist Lammzeit, diese Zeit ist herrlich und es gibt viel zu erleben und zu tun. Geburten müssen überwacht werden, manchmal Geburtshilfe geleistet werden, vielleicht Lämmer mit der Flasche versorgt werden und natürlich die entzückenden Tiere beobachtet werden.
In den Sommermonaten werden alle Tiere in zwei, gelegentlich drei Herden in Koppelhaltung gehalten. Das heißt sie werden alle paar Tage mit dem Hänger (oder kurze Strecken laufen wir auch gelegentlich) auf neue Weiden gebracht. Zäune müssen auf und abgebaut werden, das komplette Equipment und die Tiere verbracht werden und alles eingereichtet. Das dauert häufig auch mal vier bis sechs Stunden.
Während der Heuzeit wird es an einigen Tagen natürlich noch viel länger, und viel Zeit muss auf dem kleinen Traktor verbracht werden mit dem das Heu gemacht wird.
Du wirst mit uns in unserem Haus wohnen, in einem eigenen gemütlichen Zimmer. Wir teilen uns den Rest des Hauses. Also auch das Badezimmer und die Küche. Mahlzeiten nehmen wir an den Wochenenden gerne zusammen ein. Während der Woche bestimmt auch Frühstück und gelegentlich das Abendessen. Ich bin in meinem Beruf als Sozialpädagogin und Yogalehrerin stark eingebunden. Mein Mann Markus ist selbstständiger Handwerker und häufiger mehr zu Hause als ich. Wir haben nebenan eine schöne große Ferienwohnung. Wenn diese nicht gebucht ist, kannst du gerne auch dort wohnen, dann hast du einen eigenen Bereich.
Ich bin unglaublich gerne in der Natur und mit den Tieren, arbeite im Gemüsegarten, stricke, lese, koche gerne und fahre Rennrad. Allerdings lässt mein voller Alltag mir dazu nicht viel Zeit.
Die Gegend rund um unseren Ort bietet einen sehr hohen Freizeitwert.
Wir liegen nahe der Fränkischen Schweiz und diese ist bekannt als Kletterparadies. Es lässt sich herrlich biken (Mountain Bike und Rennrad) und es gibt Badeseen in der Umgebung. Wandern ist immer toll hier, der Berg der Franken, Staffelberg ist nicht weit.
In das Fichtelgebirge ist eine Stunde Autofahrt nötig.
Die Stadt Bamberg ist ca. 40 km. entfernt und mein Arbeitsort. Die Stadt ist Weltkuturerbe und immer einen Besuch wert. Es gibt ein Theater, ein jährlich ausgezeichnetes Programmkino, die weltbekannten Bamberger Symphoniker und auch ein bisschen Subkultur. Auch die kleineren Städte Lichtenfels, Kronach, Coburg sind einen Besuch wert.
In Bad Staffelstein (12km entfernt) gibt es eine fantastische Thermen mit Natursole und einer riesigen Saunalandschaft.
Ich habe, als wir mit der Zucht der Tiere begonnen haben selbst gewooft und dies als große Bereicherung und als wirkliches Lernfeld erlebt. Nun möchte ich diese Erfahrung gerne weitergeben und mein Wissen und Können teilen.
Die Idee mit der Schafzucht zu beginnen ist aus der Notwendigkeit entstanden noch mehr Einsatz für die Biodiversität und den Umweltschutz zu leisten. Schafe sind wandelnde Biodiversitätsbömbchen und wirken noch dazu unglaublich beruhigend auf uns Menschen. Außerdem drehen die Menschen um uns herum durch, wenn die Lämmer über die Weiden springen, daraus entstehen manchmal auch gute Gespräche über die Welt.
Wir versuchen viele unserer Nahrungsmittel anzubauen und auch zu verarbeiten und zu konservieren. Dies geschieht alles in einer Kreislaufwirtschaft. Dennoch kaufen und verarbeiten wir auch konventionelle Lebensmittel und sehen das nicht allzu dogmatisch.
Im Haus nebenan (da befindet sich der Schafstall) wird über die nächsten Jahre schonen saniert und weiterer Wohnraum geschaffen, auch hier gibt es immer wieder was zu tun, wenn du willst. Als nächste Tätigkeit steht im Frühling die Verkleidung des Giebels an. Evtl. im nächsten Jahr noch eine Erweiterung des Stalles und Überdachung der angrenzenden ehemaligen Scheunenfläche.
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Learning opportunities
Vegetable farming
Poultry farming
Sheep or goat farming
Vegetable or fruit preservation
Green Building
Methods or systems
Rotational grazing
Host type
Production farm
Former WWOOFer
2
Hectares
|
4.9
Acres
Claudia
Member since 2022
Languages spoken:
English, German
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Bayern
Mit dem Rufbus bis vor die Haustür, Bahnhöfe ca. 12 km entfernt, Flughäfen ca. 90 km entfernt
Reviews
Merit
Germany
•
March 2026
Mein Aufenthalt bei Claudia und Markus war rundum wunderschön!
Mir wurde am Anfang gezeigt, was meine Aufgaben bei den Schafen sein werden, die ich dann sehr selbstständig erledigen konnte.
Wie schon von den beiden beschrieben, war man nicht den ganzen Tag eingespannt und hatte sehr viel Zeit für sich. Diese hab ich In den sehr schönen Umliegenden Gebieten zum spazieren gehen genutzt.
Ich hab mit den beiden im Haus gelebt, wir haben Abends häufig gemeinsam gegessen und lange gequatscht. Das Zusammenleben hatte etwas sehr familiäres.
Claudia und Markus sind super herzliche Menschen, von denen ich viel lernen konnte, ich kann nur empfehlen sie zu besuchen!
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Stefanie
Germany
•
February 2026
Für mich war der Einsatz bei Claudia und Markus meine erste Erfahrung als WWOOFerin. Ich habe mich bei ihnen vom ersten Moment sehr wohl gefühlt. Sie sind sehr verantwortungsvolle und herzliche Gastgeber. Die Chemie hat sofort gestimmt und ich wurde sehr gut umsorgt mit eigenem Zimmer und sehr leckeren Mahlzeiten. Ich war 9 Tage im Februar zur Lämmerzeit dort gewesen. Ich habe mich hauptsächlich um die Fütterung der Muttertiere und der süßen Lämmchen, die zusätzlich mit Fläschchen versorgt werden mussten, gekümmert und war begeistert, wie zutraulich die Tiere sind. Auf dem Hof ist alles prima organisiert und man kann sofort mit einsteigen. Auch gab es genug Freizeit um die Gegend kennenzulernen. Es war für mich eine erlebnisreiche und sehr bewusste Zeit, die mich weiter begleiten wird. Ich Danke euch ganz herzlich.
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