Das Projekt, der Ort und seine Bewohner (einschließlich Tiere):
Wir, das sind Basti (27) und Sara (35), sind zwei Freunde, die gemeinsam einen kleinen, vielfältigen Betrieb in Sondermoning ganz in der Nähe des Chiemsees bewirtschaften. Mit 2022 haben wir die seit den 1980ern ökologisch betriebene Gärtnerei von unserem Vorgänger gepachtet; davor waren wir bei ihm angestellt. Am Betriebsstandort lebt unser Vorgänger Hans Dandl mit seiner Frau Gisela Sengl, die einen Vollsortiments-Bioladen vor Ort betreibt. Ihren Laden beliefern wir mit unserem Gemüse (einer von mehreren Vertriebswegen).
Wir wohnen beide nicht direkt auf dem Betrieb: Sebastian lebt in einer eigenen Wohnung bei seinem Onkel in der Nähe von Traunstein; mittags und zu Stallzeiten ist er oft bei seiner Mutter in einem Haus in Nußdorf. Sara lebt mit ihrem Kater Bonifaz und den gelegentlichen WWOOF-Gästen in einem alten Bauernhaus in Sondermoning gegenüber vom Betrieb. Das Zentrum der Gärtnerei liegt in der Ortsmitte des kleinen Dorfes Sondermoning; unsere Gewächshäuser und Felder liegen verstreut am Ortsrand. Es ist alles gut mit dem Fahrrad erreichbar.
Auf unseren Feldern wachsen in etwa 40 verschiedene Gemüse-Arten, dazu Frühkartoffeln und eine große Vielfalt an Schnittblumen. In unseren beiden Gewächshäusern (600m2) kultivieren wir im Sommer Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen und Kräuter; im Winter Postelein, Asia-Salat, Rucola, Feldsalat und Salate. Das Gemüse vermarkten wir über einen Marktstand, mit dem wir zweimal die Woche auf Märkten der Umgebung sind, über die Belieferung von Einzelhandel, sowie über ein saisonales Gemüseabo (Juni-Dez). Das Blumenfeld ist ein Selbsternte-Feld mit Vertrauenskasse.
Mit uns leben und arbeiten vier bis sechs Mutterschafe inkl. Nachzucht in saisonaler Weidehaltung, ein Esel, eine Ziege und ca. 15 Hühner. Auch Bastis Hund Xaver ist manchmal mit dabei.
Wir arbeiten mit einem eigenen Traktor (Fendt GT225) und einem Leihtraktor für größere Arbeiten. Gepflanzt und gehackt wird in erster Linie mit dem Traktor und den jeweiligen Maschinen, in Kombination mit Handarbeit. Ernte und Aufbereitung sind reine Handarbeit.
Aktivitäten, an denen WWOOFer teilnehmen, und was wir euch beibringen können:
Je nach Jahreszeit, Wetter, deinen Interessen und deiner Aufenthaltslänge wirst du mit uns:
-Kulturarbeiten im Gewächshaus machen
-Unkrautmanagement auf dem Feld und im Gewächshaus
-auf der Pflanzmaschine mitfahren zum Pflanzen am Feld
-die Gewächshäuser bepflanzen und pflegen
-Gemüse in den Gewächshäusern und am Feld ernten, sowie am Betrieb waschen und aufbereiten
-im Herbst abernten und einlagern
-Pflege unserer Grünflächen (Mulchen und Mähen) übernehmen
-zäunen und die Tiere versorgen, Ställe ausmisten
-Gemüselieferungen vorbereiten
-Markt vorbereiten
-im kleineren Stil für den Eigenbedarf Gemüse und Obst haltbarmachen
-Aufräumarbeiten (tendenziell eher in den Herbst- und Wintermonaten)
-Mittagessen kochen (gemeinsame Hauptmahlzeit Mo-Fr)
-tägliche Arbeiten im Haushalt mitübernehmen
Das Ernten beginnt bei uns ca. Ende Mai mit den ersten Gurken im Gewächshaus und Salaten im Freiland und erreicht seinen Höhepunkt im September und Oktober mit größeren Abernte-Aktionen (z.B. Kohl, Rote Bete). Mai bis Juli ist verstärkt die Zeit, in der wir regelmäßig Sätze pflanzen und das Gepflanzte durch hacken möglichst Beikrautfrei halten.
Wer Interesse am Herrichten und Bepflanzen der Gewächshäuser für die Sommerkulturen hat, ist im April mit einem mehrwöchigen Aufenthalt gut bei uns aufgehoben.
Es ist uns ein Anliegen unseren WWOOFern zu zeigen, wie wertvoll eine vielfältige Landbewirtschaftung ist, und ihnen Wissen und ein Gespür dafür vermitteln, wann welches Gemüse, Obst und die Blumen Saison haben (und wann nicht). Bei uns kannst du lernen, wie man mit einfacher Technik und nur zu zweit einen relativ großen Output erzeugen kann, und welche Aktion und Pflege was wann und wie braucht. Sara kann dir außerdem von Sommer bis Herbst zeigen, wie man schöne Blumensträuße bindet und Basti, wie man ganzheitlich mit Tieren lebt und sich gut um ihr Wohlergehen kümmern kann.
Wie der Tag eines WWOOFers bei uns aussieht (Zeitfenster für die Teilnahme an Aktivitäten, Erwartungen...):
Wir starten morgens je nach Anforderungen des Tages und der Jahreszeit zwischen 5 Uhr und 8 Uhr. Die Beginnzeit wird täglich abgestimmt, wobei du in der Regel immer ein wenig nach uns den Tag ca. um 9 beginnen wirst. Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag machen wir ca. von 12 Uhr bis 13.30 Mittagspause; am Mittwoch ist Basti auf dem Markt und kommt um 13 Uhr zurück, weswegen die Pause verschoben in etwa von 11.30 bis 13 Uhr geht, oder von 13 - bis 14:30 Uhr. Am Nachmittag arbeiten wir solange es sein muss und/oder der Schwung reicht, in der Regel in etwa bis 17-19 Uhr. Wir wünschen uns, dass du bei uns Montag bis Freitag vormittags regelmäßig mithilfst und nachmittags je nach Energie, Lust und Laune. Wenn mehr Arbeit ansteht, dann freuen wir uns, wenn du uns den ganzen Tag helfen magst. Samstag Vormittag sind wir mit unserem Stand in Traunstein auf dem Markt, früh morgens bis ca. 13 Uhr. Am Samstag Nachmittag, am Sonntag und an Feiertagen ist für uns in der Regel freie Zeit, außer das Wetter erfordert anderes. In dieser Zeit (Wochenende, Feiertage) benötigen wir keine Hilfe. An diesen freien Tagen gibt es in der Regel keine gemeinsamen Mahlzeiten.
Bei kürzeren Aufenthalten, bei denen ein großer Teil des Aufenthalts aufs Wochenende oder Feiertage fällt, wünschen wir uns, dass du uns an den verbleibenden Tagen ganztags mithilfst.
Basti und Sara essen manchmal getrennt zu Mittag, jeder bei sich zuhause, manchmal bei Sara gemeinsam - du bist herzlich eingeladen abwechselnd mit uns zu essen und zu kochen. Für dein Frühstück und Abendessen darfst du dir Lebensmittel, die im Haushalt oder am Betrieb da sind, frei entnehmen. Im Bioladen am Betriebsstandort kannst du jederzeit unkompliziert einkaufen, wenn du noch andere Lebensmittel zusätzlich essen oder probieren möchtest.
Schlafen kannst du in einem der beiden Gästezimmer bei Sara im Haus. Damit du mobil bist, stellen wir Fahrräder zur Verfügung.
Abends sitzen wir manchmal noch beisammen auf ein Feierabendgetränk, bevor wir nachhause gehen oder fahren.
Unsere Hobbys und die Möglichkeiten in der Umgebung (Wandern, Schwimmen etc.):
Im Hochsommer gehen wir gerne zum Chiemssee oder in die Traun baden oder zum Sonnenuntergang. Die Freizeit, die uns bleibt, widmen wir unseren Familien und Freund*innen. Was wir auch gerne machen sind kleine Ausflüge in die Gegend um uns etwas Neues anzusehen oder auf Konzerte gehen.
Sara kocht und backt gerne, es bleibt aber neben der Arbeit in der Hochsaison wenig Zeit dafür. Sie hat viele Blumen rund um ihr Haus und bindet gerne Sträuße vom Blumenfeld für private Anlässe. So in etwa alle acht bis zwölf Wochen fährt sie ihre Familie im Südburgenland/Oststeiermark in Österreich besuchen.
Basti hat bei seiner Mama einen großen Garten, um den er sich kümmert, einen Hund (Xaver), einen Esel (Miza) und eine Ziege (Luzifer). Er kocht sehr gerne Gemüse und Obst ein und meistens wird irgendetwas am Haus oder Garten gerade renoviert. Der Winterstall für die Schafe befindet sich bei seiner Mama daheim. Zu den Tieren hat er eine ganz besondere Verbindung. Seit Herbst 2025 wohnt er in einer eigenen Wohnung in der Nähe von Traunstein, verbringt aber nach wie vor viel Zeit in seinem Heimathaus in Nußdorf.
Unser Dahoam bietet unendlich viele Möglichkeiten sich in der Freizeit zu beschäftigen: Der Chiemsee ist nur einen Katzensprung (3km) entfernt, und es gibt noch viele weitere Seen zu entdecken. In 20-30min Auto-Fahrzeit ist man in den Bergen mit unendlicher Auswahl an Wanderrouten und Einkehrmöglichkeiten. Die Gegend ist ein Paradies für Radfahrer und auch (Handwerks-)Kunst- und Kulturinteressierte finden ein reichliches Angebot im Chiemgau. Irgendwo gibt es immer ein Fest oder Bierzelt, und auch Traunstein ist eine sehr schöne Stadt und erreichbar mit dem Bus oder Fahrrad (7km). Langweilig wird es hier nur schwer!
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Learning opportunities
Vegetable farming
Poultry farming
Sheep or goat farming
Flower farming
Vegetable or fruit preservation
Food justice / sovereignty
Mechanics / tools / technology
Methods or systems
Biological pest control
Biodynamic agriculture
Holistic management
Host type
Production farm
Certified organic
5.3
Hectares
|
13.1
Acres